Clean Baking – Gesund backen mit Kindern

18/02/2017

Clean Baking

Kinder lieben Kuchen, Kekse und Co. Da ist auch mein Sohn keine Ausnahme. Doch herkömmlich hergestellte oder sogar industriell gefertigte Backwaren sind durch ihren hohen Zucker- und Fettgehalt leider sehr ungesund. Um Johannes trotzdem nichts verbieten zu müssen, backe ich unsere süßen Leckereien nach dem Clean Baking-Prinzip.

Clean Baking – Gesund backen mit Kindern

Beim Clean Baking ersetzt man ungesunde Zutaten durch gesündere Alternativen ohne dabei auf künstliche Ersatzstoffe zurückzugreifen oder beim Geschmack einsparen zu müssen. Man braucht nicht zu dogmatisch zu werden, sondern kann beliebig variieren und für sich selbst herausfinden, wo die eigenen Grenzen liegen.

Clean Eating und Clean Baking sind keine Diät oder ähnliches, sondern ganzheitliche Ernährungskonzepte. Daher ist beides für die Umstellung auf eine gesunde und vollwertige Ernährung bestens geeignet.

Clean Baking

Kein Weißmehl: Weißmehl ist stark verarbeitet und enthält kaum Ballaststoffe oder andere wertvolle Mineralien. Es besteht fast ausschließlich aus Zucker und somit leeren Kalorien. Eine gesündere Alternative bieten je nach dem gewünschten Backergebnis Vollkornmehl (Weizenvollkornmehl oder Dinkelvollkornmehl), Haferflocken, Buchweizenmehl, Kokosmehl oder gemahlene Nüsse und Mandeln. Je dunkler das Mehl, desto mehr Flüssigkeit muss dem Teig hinzugefügt werden. Gemahlene Nüsse und Kokosmehl binden schlechter als Getreidemehl, da sie kein Gluten enthalten und sind somit schwieriger im Teig zu verarbeiten.

Clean Baking

Kein Zucker: Viele gehen immer noch davon aus, dass sie beim Kauf von „braunem Zucker“ ihrem Körper etwas Gutes tun. Dabei ist brauner Zucker kein Stück gesünder, denn im Grunde ist es herkömmlicher Zucker, der mit dunkler Melasse eingefärbt wurde. Etwas besser ist Vollrohrzucker, da es sich hierbei um getrockneten Zuckerrübensaft handelt und er ein wenig mehr Nährstoffe enthält, als der raffinierte weiße Zucker.

Für meine Backrezepte verwende ich häufig Ahornsirup, da Ahornsirup ein reines Naturprodukt ist und kaum verarbeitet werden muss. Ich bin auch ein großer Honig-Fan, doch versuche ich der Bienen zuliebe (Stichwort: Massenzucht) weitestgehend darauf zu verzichten. Wenn Du Honig verwenden möchtest, achte darauf, dass es sich dabei um Honig aus nachhaltiger und tierfreundlicher Produktion handelt. Weitere Alternativen sind Agavendicksaft, Kokosblütenzucker, Dattelsüße oder getrocknete Früchte (Feigen, Aprikosen, Datteln). Auch Gewürze wie Vanille oder Zimt bringen ein Aroma mit, durch das Du den Zuckerzusatz im Teig senken kannst, ohne Geschmack einbüßen zu müssen.

Keine gehärteten Fette, Öle: Auf Butter im Teig zu verzichten, stellt für viele die größte Hürde dar. Macht doch das Fett einen Kuchen erst richtig geschmeidig und dient als Geschmacksträger. Du musst Butter auch nicht zwingend ersetzen, wenn Du darauf achtest, dass es sich hierbei um ein Bio-Produkt ohne Zusatzstoffe handelt. Ich nehme anstelle von Butter gern Kokosfett oder auch natives Olivenöl (eher bei herzhaften Speisen). Eine weitere tolle Mischung ist Mandelmus und Apfelmus. Das Mandelmus gibt dem Teig eine tolle nussige Note und man kann durch die eigene Süße des Apfelmus' eine Menge Zucker einsparen. Außerdem binden die beiden Zutaten den Teig, falls Du keine Eier verwenden möchtest.

Clean Baking

Keine Milch: Die Problematik von Milch habe ich in diesem Blogpost bereits zusammengefasst. Wir versuchen daher weitestgehend pflanzliche Ersatzprodukte zu verwenden, allerdings kaufe ich immer noch hin und wieder Kuhmilch. Diese muss aber frisch sein und aus einer nachhaltigen Bioproduktion stammen. Beim Backen kannst Du Kuhmilch wunderbar durch Mandel-, Cashew- oder Hafermilch ersetzen.

Kein Backpulver: Hier muss man nicht allzu dogmatisch sein, doch das in Backpulver enthaltene Phosphat kann in größeren Mengen schädlich werden. Ich nutze deshalb häufig Weinsteinbackpulver oder Natron. Beides sind naturbelassene Produkte. Auch Mineralwasser treibt und kann Backpulver teilweise ersetzen. Hier muss man aber aufpassen, dass der Teig nicht zu flüssig wird.

Clean Baking

Keine Eier: Clean Baking heißt nicht, dass man sich vegan ernähren muss. Daher sind Eier erlaubt. Wenn es das Rezept zulässt, verzichte ich trotzdem auf sie und nutze stattdessen Leinsamen oder Chiasamen, die ich in Wasser einrühre und quellen lasse. Auch Apfelmus oder reife Bananen eignen sich als Bindemittel, haben aber natürlich einen Eigengeschmack, der nicht immer passt.

Keine Schokolade: Nein, Schokolade ist beim Clean Baking nicht gänzlich verboten, nur sollte sie einen hohen Kakaogehalt und wenig Zucker enthalten. Ich nutze fast ausschließlich rohes Kakaopulver oder Kakao Nibs (gehackte Kakaobohnen).

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