Detox für Körper und Seele

02/03/2017

Detox

Gestern hat die offizielle Fastenzeit begonnen. Ich habe mir vorgenommen, diese Zeit zu nutzen, um noch bedachter als sonst mit meinem Körper und Geist umzugehen. Ich werde nicht komplett auf feste Nahrung verzichten, oder einen strikten Ernährungsplan verfolgen. Da wir uns allgemein sehr gesund ernähren, sehe ich hier nicht den größten Handlungsbedarf. Das Hauptziel liegt für mich darin, wieder mehr zu mir zu finden. Meine innere Mitte, wie es so schön heißt. Stress abbauen, Stille zulassen (und aushalten!) und mich selbst wieder mehr spüren. Gerade als Mutter lässt es der Alltag kaum zu, sich mal nur mit sich auseinanderzusetzen und die Parameter Kinder und Job komplett auszuklammern. Die Gefahr, sich selbst zu "verlieren" und wie ferngesteuert zu leben, ist als Mama besonders groß.

Mein Detox-Plan für mehr Ruhe und Ausgeglichenheit

Viel Wasser trinken
Wenn ich gestresst bin, vergesse ich oft zu trinken. Die Folge sind starke Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme, die meinen Alltag erschweren und mich komplett auslaugen. Anstatt mir Flüssigkeit zuzuführen, greife ich dann häufig zu einer Aspirin. Dies beseitigt zwar kurzfristig die Symptome, doch die Ursache bleibt natürlich bestehen. Daran möchte ich in den nächsten Wochen arbeiten und mich bewusst ans Trinken erinnern. Mindestens 3 Liter Wasser täglich sind mein Ziel. Ein Glas gleich nach dem Aufstehen (am besten lauwarm) kurbelt den Stoffwechsel an und wirkt besser als die obligatorische Tasse Kaffee.

Jeden Tag grünes Gemüse essen/trinken
Ich achte grundsätzlich darauf, dass wir jeden Tag etwas "Grünes" zu uns nehmen. Denn grünes Gemüse gehört einfach zu den gesündesten Lebensmitteln, die uns die Natur zu bieten hat. Ich werde den Anteil an Spinat, Brokkoli, Zucchini und Co. in den kommenden 40 Tagen nochmal hochschrauben und vorwiegend mit dem Dampfgarer arbeiten, um die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe der einzelnen Zutaten zu erhalten. Natürlich werden auch grüne Smoothies eine wichtige Rolle spielen, denn das Tolle an Smoothies ist, dass sie den Verdauungstrakt weniger belasten Durch das Mixen wurde die Zellstruktur der einzelnen Zutaten bereits aufgebrochen, sodass der Körper weniger arbeiten muss, um die guten Inhaltsstoffe aufzunehmen.

Bewusster Genuss
Ich bin ein gesundheitsbewusster Mensch, aber ich bin eben auch eine Working Mum. Und als viel arbeitende Mutter,bleibt wenig Zeit, um in Ruhe zu essen. Auch mir passiert es, dass ich meinen Lunch vor dem PC nebenbei zu mir nehme. Dabei ist es natürlich unmöglich, die Mahlzeit bewusst zu genießen und mit allen Sinnen wahrzunehmen. Für die nächste Zeit, ist das "nebenbei essen" tabu. Auch, wenn ich allein bin, werde ich mich an den Esstisch setzen und mir für den Genuss die nötige Zeit nehmen.

Ausmisten
Obwohl wir gerade umgezogen sind und ich eigentlich schon vieles entsorgt habe, stapeln sich bei uns Dinge. Und mit Dinge meine ich alles von Klamotten über ungenutztes Spielzeug bis hin zu Papierkram und sinnlose Technik- und Küchengeräte. Mein Mann würde nun die Augen verdrehen und behaupten, dass ich maßlos übertreibe, aber ich kann Zeug einfach nicht leiden. Ich ersticke, wenn ich von nutzlosem Kram umgeben bin. Deshalb miste ich in regelmäßigen Abständen (mindestens 3x pro Jahr) ordentlich aus und dabei kann ich gnadenlos sein. Wenn ich etwas seit mehr als drei Monaten nicht benutzt oder angezogen habe, kommt es weg. Ausnahmen stellen hierbei Dinge wie Erinnerungsstücke, Fotos und Tagebücher dar. Alles andere wird rigoros aussortiert. In den nächsten Tagen sind unsere Kleiderschränke fällig. Diese Art von Detox befreit mich ungemein. 

Jeden Tag Sport
Die letzten Monate waren wahnsinnig turbulent. Beruflich ist bei mir und meinem Mann einiges los gewesen, Johannes hat sich erst das Schlüsselbein gebrochen und war dann einige Wochen sehr krank und obendrein haben wir uns noch eine Wohnung gekauft und mussten den Umzug stemmen. Da blieb kaum Zeit für meinen sonst so konsequent gelebten Sport. Mittlerweile schaffe ich es höchstens ein bis zweimal die Woche, aber auch das möchte ich ändern. In meiner persönlichen Detox-Kur werde ich jeden Tag Sport treiben, um meinen Körper wieder fit zu kriegen und ihn mal wieder richtig zu spüren. 30 Minuten täglich plane ich dafür ein. Das sollte doch zu schaffen sein, oder?

Früh schlafen gehen
Ein ganz wichtiger Punkt auf meiner Liste. Ich bin grundsätzlich keine Nachteule, aber vor 23.30 Uhr komme ich selten ins Bett. Zudem habe ich hin und wieder Einschlafprobleme, da mir die Herausforderungen des Alltags nicht aus dem Kopf gehen wollen. Ein Grund dafür ist sicher auch, mein überhöhter Medienkonsum. Vor dem Schlafen schaue ich meistens noch in mein Smartphone, um die neusten Meldungen meiner Social Media-Kanäle zu checken oder die Nachrichten zu lesen. Denn letzteres schaffe ich tagsüber meist garnicht. Ab sofort heißt es für mich: Medien-Detox! Mein Handy hat Schlafzimmer-Verbot und ich versuche spätestens um 22 Uhr im Bett zu liegen.

15 Minuten komplette Stille pro Tag (Meditation)
Stille zulassen. Stille aushalten. Dinge, in denen ich ganz ganz schlecht bin. Ich habe erst einmal in meinem Leben Yoga gemacht und war regelrecht erschrocken darüber, wie schwer es mir fiel, runterzukommen. Innere Unruhe ist für mich also ein großes Thema, was ich in den nächsten Wochen in den Griff kriegen möchte. Dazu "zwinge" ich mich täglich zu 15 Minuten  kompletter Stille. Keine Musik, kein Telefon, kein Computer, kein Kind. Keine Ablenkung von mir selbst. Nur ich und der Versuch, in mich selbst hineinzuhören. Ich bin sehr gespannt, was ich dabei erfahren werde.

Vielleicht hast Du nun auch Lust bekommen, die anstehenden Wochen für ein wenig Detox zu nutzen, um Deinem Körper und Geist etwas mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Ich freue mich, über Dein Kommentar zu diesem Thema!

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