Glück im Bauch: Die ersten drei Schwangerschaftsmonate

05/09/2017

schwanger

Ich bin nun in der 15. Schwangerschaftswoche und fühle mich endlich wieder richtig wohl in meinem Körper und fit wie ein Turnschuh. Nach den letzten Wochen ist das wie Weihnachten und Ostern zusammen, denn ich habe wirklich ganz schön unter den typischen Schwangerschafts-Wehwechen gelitten.

Die ersten 3 Monate – Gottseidank vorbei!

Am meisten aus der Bahn geworden hat mich die unerwartete Übelkeit. Bei meiner ersten Schwangerschaft mit Johannes bin ich davon komplett verschont blieben und so traf es mich diesmal doppelt heftig. Wenn man schwanger ist, ist man nicht krank? Ha, von wegen! Ich lag mehrere Wochen richtig flach. Als hätte ich die schlimmste Magen-Darm-Grippe. Obwohl es Morgenübelkeit genannt wird, ging es mir nach dem Aufstehen noch vergleichweise gut. Bis zum Abend steigerte es sich dann und ich ging meistens schon gegen 19 Uhr ins Bett, um die schlimmste Phase einfach wegzuschlafen.

Das einzige, was mir in dieser Zeit ein wenig half, war viel Wasser trinken und über den Tag verteilt Mahlzeiten in Miniatur-Format zu mir zu nehmen. Hier mal ein Haps, da mal ein Haps. Dieser Zustand begünstigte natürlich die ohnehin vorhandene Müdigkeit, die wie Blei an mir zerrte. Ich war unheimlich schwach, konnte weder richtig arbeiten, noch mich so um Johannes kümmern, wie er es gewohnt war und wie ich es gern wollte. Da er zu diesem Zeitpunkt noch nichts von meinen anderen Umständen wusste, war es für ihn schwer zu verstehen, weshalb seine Mama so schlecht drauf war. Das machte mich sehr traurig (Hormone lassen grüßen!). Zum Glück rückte mit der 9.Woche auch unser Sommerurlaub in greifbare Nähe und ich hatte einige Wochen viel Unterstützung durch meinen Mann und meine Mutter. Ich weiß nicht, ob ich die Zeit sonst überlebt hätte.

Mit der 12.Schwangerschaftswoche ließen die Beschwerden endlich nach und ich hatte meinen zweiten Ultraschall, der bestätigte, dass es dem Baby gut geht. Auch anders als bei Johannes, hatte ich diesmal viel größere Angst vor einer Fehlgeburt. Vielleicht liegt es am Alter, vielleicht aber auch daran, dass wir wirklich lange gebraucht haben, bis ich wieder schwanger geworden bin. Der Wunsch nach einem zweiten Kind war unendlich groß und so potenzierte sich auch meine Sorge, dass irgendwas nicht stimmen könnte. Mittlerweile bin ich lockerer geworden und seit es mir auch körperlich besser geht, kann ich die Schwangerschaft richtig genießen. Das Bäuchlein wächst langsam und auch für meinen Mann wird es immer greifbarer, dass wir bald ein weiteres Kind in unseren Armen halten werden. Johannes weiß seit etwas über zwei Wochen, dass er großer Bruder wird. Ich habe mich riesig auf diesen Moment gefreut und war etwas enttäuscht, als nach der Verkündung erstmal keine deutliche Reaktion von ihm kam. Es dauerte etwas, bis er diese Neuigkeit in seinem Köpfchen verarbeiten konnte und nun redet er ständig vom Baby, spricht mit ihm und streichelt mir liebevoll über den Bauch. Es ist wundervoll, mit ihm gemeinsam diese Vorfreude mitzuerleben.

Der richtige Altersabstand

Wie schon erwähnt, hat es lange gedauert, bis ich endlich wieder schwanger wurde. Eigentlich hatten wir uns schon vor circa 1,5 Jahren auf den zweiten Nachwuchs eingestellt. Aber wie war das mit dem Leben und Pläne machen? Es kommt einfach immer anders als man denkt und so wurde der Altersabstand zwischen Johannes und seinem Geschwisterchen nun doch größer, als ich es mir gewünscht hatte. Doch mittlerweile bin ich regelrecht froh über diese Fügung. So konnte ich Johannes vier Jahre lang die ungeteilte Aufmerksamkeit und Liebe schenken, die er gebraucht und eingefordert hat. Wir haben diese Zeit vollends ausgekostet und genossen und sind nun allesamt bereit für ein weiteres Familienmitglied.

Das nächste Abenteuer kann also beginnen…

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