Kinder einfach gesünder ernähren!

27/04/2016

Wenn ich mit befreundeten Müttern und Vätern über meinen Blog spreche, höre ich oft: „ Also unser Kind isst einfach kein Gemüse. Da können wir das noch so lecker zubereiten. Das wird im hohen Bogen vom Teller gefeuert!“ Meistens bleibt mir in diesen Momenten nicht die Zeit, mich auf ein längeres Gespräch einzulassen. Da mir aber das ein oder andere zu diesem Thema auf der Seele brennt, hier ein paar Zeilen dazu.

Mit der Ernährung ist es so, wie mit allen anderen Herausforderungen, denen man sich als Eltern stellen muss. Es braucht oft Zeit, Geduld, Gelassenheit und Humor. Hier habe ich ein paar Tipps für Dich, wie Du Dein Kind mit Freude und ohne Druck gesund ernähren kannst.

Ein gutes Vorbild sein: Bereits während der Stillzeit übernehmen Säuglinge die geschmacklichen Vorlieben der Mutter bis zu einem bestimmten Grad. Das heißt, was Du isst, wird auch Deinem Kind vermutlich gut schmecken. Zumindest hast du eine gewisse Chance, die Ernährungsgewohnheiten Deines Kindes so positiv zu beeinflussen. Wenn Dein Kind älter ist, wird es Mama und Papa immer mehr beobachten. Es ist also wichtig, authentisch zu vermitteln, dass es zu Eurem Leben dazu gehört, sich gesund und ausgewogen zu ernähren. Wenn es bislang eher TK-Pizza und Lieferservice gab, dann könnt Ihr von Eurem Kind nicht erwarten, dass es frisches Gemüse bevorzugt.

Gemeinsam einkaufen & kochen: Ernährung spielt in unserem Leben eine große Rolle. Johannes liebt es uns einkaufen zu gehen. Wir verabreden im Vorfeld, welche Lebensmittel wir brauchen und die darf er dann selbstständig in seinen kleinen Einkaufswagen legen. Fleisch gibt es bei uns nur selten und wenn, dann so oft wie möglich vom Bio-Bauernhof, wo noch selbst geschlachtet wird.
Am Abend kochen Johannes und ich – sofern er gut drauf ist – gemeinsam. Ich versuche ihn so viel wie möglich allein machen zu lassen. Voller Stolz präsentiert er dann dem Papa sein gekochtes Werk. Und oft isst er dann selbst die Zutaten mit, die er eigentlich nicht so mag.

Keine Verbote: Die bringen sowieso nichts. Die meisten Kinder lieben süße Sachen und das macht evolutionsbedingt sogar durchaus Sinn. „Süß“ bedeutet „energiehaltig“, also nahrhaft. Studien haben gezeigt, dass Kinder bereits im Mutterleib auf süße Geschmäcker positiv reagieren. Ich halte also nichts davon, Johannes Süßigkeiten und Gebäck per se zu verbieten. Zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen darf er naschen. Und auch im Alltag gibt es hin und wieder mal einen Keks. Nur so entwickelt er, meiner Meinung nach, ein gesundes Verhältnis zum Essen und kann ein Gefühl dafür bekommen, wann er genug hat.

Lebensmittel ersetzen und selber machen: Lebensmittel selber machen ist IMMER gesünder als Fertigprodukte zu kaufen. So kannst Du sicher sein, dass keine Geschmacksverstärker oder andere ungesunden und überflüssigen Zutaten enthalten sind.
Vorbild sein ist wichtig. Aber natürlich haben sich bei uns Erwachsenen Gewohnheiten eingeschlichen, die wir ohne es zu wollen, an unsere Kinder weitergeben. Mein Mann hat zum Beispiel eine Vorliebe für Ketchup. Eines Tages stellte er die Flasche ohne groß nachzudenken auf den Esstisch. Was folgte, ist klar: Der Junior wollte auuuuuch! Was tun? Ich habe ihn etwas widerwillig probieren lassen. Als er dann immer wieder danach verlangte, habe ich ein eigenes Rezept für Ketchup entwickelt, das viel weniger Zucker enthält, als die herkömmlichen Supermarkt-Produkte. Ähnlich ist es uns mit Gummibärchen gegangen. Dies sind zwei Beispiele, die zugegeben etwas mehr Zeit in der Herstellung benötigen. Aber eigentlich ist es nicht so aufwändig, bestimmte Lieblingszutaten durch gesündere Alternativen zu ersetzen und so für neue Geschmackserlebnisse zu sorgen:

– Nudeln → Vollkornnudeln
– Weizenmehl → Vollkornweizen- oder Dinkelmehl
– Zucker → reife Bananen, Agavendicksaft, Ahornsirup, Kokosblütenzucker
– Gummibärchen → Trockenfrüchte oder siehe Rezept
– Schokolade → Raw Bites oder andere Produkte mit rohem Kakao
– Knabberzeug → Gemüsechips
– Kakaotrunk → selbstgemachter Kakao mit Gewürzen
– Fruchtzwerge → selbstgemachter Joghurt mit frischem Obst
– Eis → Gefrorene Früchte mit Milch im Mixer pürieren (zum Beispiel so…)

Ich hoffe, dieser Beitrag hat Dir gefallen und vielleicht ein paar neue Anregungen gegeben. Mit meinem Blog möchte ich zeigen, wie viel Spaß es machen kann, Kinder (und vielleicht auch sich selbst) an eine gesündere Lebensweise heranzuführen. Und dabei immer beherzigen: No Mummy is perfect 😉

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