La Dolce Vita – Unser Familienurlaub in der Toskana

15/08/2017

Familienurlaub in der Toskana

So langsam aber sicher, komme ich aus meinem sommerlichen Schneckenhaus wieder heraus und beginne damit, den Blog wieder zurück ins Leben zu holen. Mir hat die lange Pause wirklich gut getan. Durch das Buch hatte ich in den letzten Monaten zusätzlich noch so viel um die Ohren, dass ich dringend eine lange Auszeit brauchte. Eine Pause, die mit einschloss, das Smartphone mal konsequent links liegen zu lassen: Kein Instagram, kein Facebook, keine Mails. Mal so richtig RAUS sein und der Seele Ruhe gönnen.

Toskana, wir kommen!

Ende Juli ging es für uns als Familie inklusive Oma Moni in den lang ersehnten Familienurlaub. Unsere Mallorcareise im April kam mir schon wieder endlos lange her vor und meine Batterien liefen bereits im Reservemodus. Ich konnte einfach nicht mehr. David ging es genauso und Oma Moni (die als Krankenschwester in Vollzeit wohl den härtesten und ehrenwertesten Job von uns allen hat!) war ebenfalls mehr als urlaubsreif. Die besten Voraussetzungen also für zweieinhalb Wochen Entspannung in der wundervollen Toskana!

Da ich tatsächlich sehr selten mein Smartphone dabei hatte, fällt die Bilder-Ausbeute diesmal leider etwas mau aus. Aber ein paar Eindrücke möchte ich Dir dennoch zeigen und Dir einige Tipps an die Hand geben, falls Du auch demnächst eine Italienreise planst. Nach diese Artikel solltest Du zumindest richtig Lust darauf haben. Denn er wird nur so von schwärmerischen Superlativen wimmeln.

Aber fangen wir erstmal mit dem unangenehmeren Teil an. Der Anreise. Hier kann ich Dir vorerst einige Ratschläge an die Hand geben, wie man es NICHT macht.

1.Fahre NICHT mit dem Auto. Klar, es ist günstiger und sicher auch etwas umweltfreundlicher, aber gerade mit Kindern ist die Strecke einfach unendlich lang. Johannes ist wirklich ein perfektes Reisekind und er hat kaum gequengelt, aber selbst er hatte nach fast 20 Stunden Autofahrt (mit Übernachtung in Tirol) überhaupt keine Lust mehr. Wenn Ihr aus dem Süden kommt oder sogar aus Österreich, ist das natürlich etwas anderes. Allen anderen rate ich dringend dazu, das Flugzeug zu nehmen und vor Ort einen Mietwagen zu bestellen.

2. Lasst euch beim Mietwagen keine Selbstbeteiligung bei Unfallschäden aufschwatzen. Wir haben uns bereits in Berlin ein Auto gemietet, weil wir unserer alten Klapperkiste die lange Fahrt nicht zugetraut haben. Um etwas günstiger wegzukommen, hatten wir zum allerersten Mal eine Selbstbeteiligung im Mietvertrag unterzeichnet. Ganz blöde Idee. Denn die Italiener sind jetzt nicht gerade bekannt für ihre besonnene Fahrweise. In Florenz ist uns schön einer hinten reingefahren und abgehauen. Wir bemerkten den Schaden erst nach einigen Stunden. Teurer Spaß für uns!

Borgo Campetroso – Entspannung pur

Nun aber zu den schönen Dingen :). Als wir nach der laaaaangen Autofahrt endlich an unserer gebuchten Unterkunft Borgo Campetroso in Monterotondo ankamen, waren alle Strapazen von der einen auf die andere Sekunde vergessen. Unsere Freunde hatten uns das niedliche Agriturismo empfohlen und in höchsten Tönen davon geschwärmt. Und sie hatten nicht zu viel versprochen. Kleine, typisch toskanische Bauernhäuschen auf einem Hügel gelegen umgeben von wunderschönster Natur und romantischen Weinbergen. Einfach TRAUMHAFT!

Normalerweise bin ich ein Mensch, der mehrere Tage braucht, bis er aus dem „work work work“-Modus umschalten kann. Richtige Entspannung setzt bei mir meist erst kurz vor der Abfahrt ein. Aber diesmal war es ganz anders. Der Ort hat dieses gewisse Etwas, das einen sofort zur Ruhe kommen lässt. Hinzu kam natürlich, dass wir mit Oma Moni die beste Babysitterin aller Zeiten mit an Bord hatten und ich mir um Johannes überhaupt keine Gedanken machen musste. Ab der ersten Minute bis zur letzten war ich abgeschrieben. Und das kam mir ehrlich gesagt mal ganz gelegen ;).

Familienurlaub in der Toskana

Pool, Sonne, frisches Brot

Die ersten Tage verbrachten wir nur am Pool der Anlage und faulenzten was das Zeug hielt. Auch vom Pool aus konnten wir den tollen Ausblick über die Berge genießen. Die anderen Urlaubsgäste waren fast ausschließlich Familien mit kleinen Kindern und alle sehr freundlich und entspannt. Das Borgo Campetroso wird familiär geführt und das merkt man einfach. Es herrscht eine herzliche Atmosphäre und alle sind sehr bemüht darum, dass ihre Gäste sich pudelwohl fühlen. Wir hatten keine Halbpension gebucht, konnten uns aber vor Ort von Tag zu Tag neu entscheiden, ob wir das Angebot wahrnehmen möchten oder nicht. Sehr praktisch! Da wir in unserem Häuschen eine kleine Küche hatten, haben wir aber meistens selbst gekocht. Außerdem wurde uns jeden Morgen frisches Brot geliefert, sodass wir entspannt und ohne Zeitdruck frühstücken konnten. Ein Traum!

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Toskana pur und Spaß ohne Ende

Die Unterkunft liegt ideal, um die Toskana zu erkunden. Rund herum findet man süße, kleine Ortschaften im typisch toskanischen Stil wie zum Beispiel Suvereto, Populonia oder Castagneto Carducci. Hier wird noch „La Dolce Vita“ gefeiert, wie es schöner und Postkarten tauglicher nicht sein könnte. Die Mama Mias hängen ihre Wäsche aus dem Fenster, während ihre in die Jahre gekommenenen Männer draußen auf den Bänken hocken und über Gott und die Welt palavern. Immer wieder brummt ein Moped vorbei und es riecht überall nach Pizza, Pasta und Olivenöl.

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In Castagneto Carducci gibt es einen tollen Freizeitpark, den „Cavallino Matto“. Ich bin ein riesiger Fan von Freizeitparks – in den Schulferien waren wir früher meistens in den USA und Disneyland und Co. sind für mich die schönsten Kindheitserinnerungen – dadurch war der Besuch ein MUSS. Und wir haben es überhaupt nicht bereut. Erst war ich ein wenig skeptisch, ob das bei der Hitze das richtige Ausflugsziel ist. Aber die vielen Pinien rundherum (wunderschön!) spendeten sehr viel Schatten, sodass uns überhaupt nicht heiß wurde. Und für die richtige Abkühlung sorgte dann die Wasserbahn! Johannes hatte endlosen Spaß und auch wir „große Kinder“ genossen den Tag in vollen Zügen.

Familienurlaub in der ToskanaFamilienurlaub in der Toskana

Von meiner Lieblings-Fotografin und Toskanerin Chiara Doveri bekamen wir allerlei Tipps an die Hand. Unter anderem legte sie uns den Strand von Baratti ans Herz und den Tipp kann ich nur weitergeben. Ein wirklich schöner Strand, nur leider sehr voll. Aber so ist das nun mal in der Hauptsaison. Wir haben keine weiteren Strände erkundet, sodass ich nicht weiß, ob es etwas abgelegenere Abschnitte gibt, an denen man ungestörter Sonnenbaden kann. Für Johannes war es aber der Knaller und wir verbrachten einen großartigen Strandtag dort. Leider haben wir an dem Tag keine Fotos gemacht. Smartphone und Sand ist ja nicht gerade die beste Kombination.

Städtereisen lieber im Frühjahr

Natürlich wollten wir auch unbedingt Pisa, Siena, Florenz und auch die Insel Elba besichtigen. Doch bei fast 40 Grad im Schatten war uns nicht wirklich nach großen Städtetouren zumute. Pisa und Florenz schafften wir aber trotzdem, doch ich möchte unbedingt nochmal bei etwas milderen Temperaturen in die Gegend reisen. Gerade Florenz im August ist schon grenzwertig. Wahnsinnig voll und unfassbar heiß. Wir konnten uns zwar zumindest von den kulinarischen Köstlichkeiten (Pizza und Gelato) überzeugen, aber viel mehr war mit einem Kleinkind nicht drin. Den schiefen Turm in Pisa konnten wir natürlich nicht ausfallen lassen. Kurios waren die vielen Touristen, die sich auf Mauern stellten und verbogen, um unbedingt das obligatorische Bild zu knipsen, wie sie den Turm mit ihren eigenen Händen umkippen. Zum Totlachen die Spezies Mensch.

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Wir haben den Urlaub so genossen, dass wir sogar mit dem Gedanken spielen, nächstes Jahr an denselben Ort zu fahren. Das haben wir noch nie gemacht und ich fand so etwas bis dato immer komisch, da es doch auf der Welt unzählig viele Plätze gibt, die es zu entdecken gilt. Aber selten hat uns eine Reise so gut getan und war rundum so perfekt. Das Borgo Campetroso kann ich jedenfalls nur aus vollem Herzen empfehlen. Es ist ein traumhaftes Fleckchen Erde. Nur das Flugzeug sollte man sich gönnen und vielleicht schon im Juni/Juli starten, damit es nicht ganz so heiß ist.

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Ich hoffe, Dir hat mein kleiner Reisebericht gefallen. Hinterlasse gern ein Kommentar! Darüber freue ich mich immer riesig :).

Alles Liebe, Vanessa

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