Keine Blumen, bitte… Mein Beitrag zur Aktion #Muttertagswunsch

07/05/2016

Am vergangenen Donnerstag fand die Elternbloggerinnenkonferenz „Blogfamilia“ statt. Als absolute Newcomerin war es für mich das erste Event dieser Art und ich war sehr aufgeregt und gespannt auf die Menschen hinter den Blogs. Es war ein rundum gelungener Tag mit tollen neuen Bekanntschaften und spannenden Vorträgen von Bloggerinnen wie Nina Straßner von Juramama oder Leonie Lutz von Minimenschlein.

Als ich mich vor einem halben Jahr dazu entschlossen hatte, meinen kleinen feinen Blog zu starten, hatte ich ehrlich gesagt keine Ahnung, in was für eine kreative, facettenreiche und selbstbewusste Community ich mich begeben würde. Es macht mich als leidenschaftliche Schreiberin und mehr noch als Mutter unfassbar stolz zu sehen, wie viele Powerfrauen es dort draußen gibt, die auf so unterschiedlich grandiose Weise aus ihrem Leben mit Kindern berichten.

Dieses geballte Potential an Wortstärke, Mut und Reichweite wird in diesen Tagen für eine Sache genutzt, die für alle Eltern gleichermaßen von Bedeutung sein sollte und über die ich sehr froh bin. Die Bloggerinnen von Mutterseelesonnig und Mama-arbeitet haben gemeinsam mit dem Projekt Family Unplugged die Aktion #Muttertagswunsch ins Leben gerufen, die Eltern die Möglichkeit gibt, ihre politischen und gesellschaftlichen Forderungen zu bündeln und an unsere Regierung heranzutragen. Ich habe einen echten Luftsprung gemacht, als ich von dieser Aktion erfuhr, denn in meinen Augen ist es mehr als überfällig, dass wir Mamas eine Lobby bilden und uns vereint Gehör verschaffen. In diesem Sinne, lasse ich hier mal Dampf ab.

Ich möchte zum Muttertag keine Blumen, ich wünsche mir stattdessen:

  • dass werdende Mütter weiterhin darauf zählen können, bei der Geburt ihres Kindes eine Hebamme an ihrer Seite zu haben. Das heißt: Schluss mit steigenden Haftpflichtprämien für freiberufliche Hebammen und bessere Arbeitsbedingungen in Kreissälen und Krankenhäusern!
  • dass man nicht bereits in der 6.Schwangerschaftswoche um einen Kitaplatz betteln gehen muss
  • eine bessere Bezahlung und attraktive Konditionen für Erzieherinnen, damit sich mehr engagierte Frauen UND Männer (!) für diesen wichtigen Beruf entscheiden und dabei endlich die Anerkennung erhalten, die sie verdienen
  • gleiche Gehälter für Frauen und Männer und gleiches Steuerrecht für verheiratete und unverheiratete Elternpaare
  • den proaktiven Ausbau von elternfreundlichen Arbeitszeitmodellen für Mütter UND Väter
  • dass niemand mehr schief guckt, wenn ein Papa in Elternzeit geht
  • massive Steuererleichterungen und kostenfreie Kitaplätze für Alleinerziehende
  • dass wir nicht bald in einer Welt leben, in der es gang und gäbe ist, dass beruflich ambitionierte Frauen ihre Eizellen einfrieren lassen, um ihre gebärfähigen Jahre nicht an Kinder zu „verschwenden“
  • eine grundlegende Reform der Lehramtsausbildung und des Schulsystems
  • echten Feminismus, der dafür einsteht, dass Frauen ihre Lebensziele erreichen können, egal ob es sich dabei um das Leben als Karrierefrau, Teilzeitmama, Hausfrau oder was auch immer (!) handelt

UND:

Schluss mit dem „Mutter-Mythos“ und der ganzen Konkurrenz. Wir Mamas müssen zusammenhalten und das über die Grenzen unseres eigenen Lebensmodells hinaus. Wir sitzen alle im selben Boot und sollten gemeinsam für unsere gesellschaftliche Anerkennung kämpfen.

Bis morgen, den 08.Mai, könnt ihr noch an der Aktion #Muttertagswunsch teilnehmen. Macht alle mit!

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