Rohe Apfelkekse mit cremiger Erdnussbutter

26/10/2016

Letzte Woche habe ich für den Väterblog Daddylicious einen Gastbeitrag über den Zuckerkonsum von Kindern verfasst und dabei etwas Dampf abgelassen. Ich habe für meinen Artikel einiges an Gegenwind von Vätern aushalten müssen, die meine Meinung als zu radikal und dogmatisch ansehen. Ihres Erachtens nach würden Kinder, denen man Süßigkeiten verbietet, umso mehr danach lechzen und keinen bewussten Umgang damit erlernen. Wer meinen Blog kennt, der weiß, dass ich meinem Sohn überhaupt nichts verbiete, aber davon überzeugt bin, dass ein kindgerechtes Heranführen an gesunde Lebensmittel und ein weitestgehender Verzicht auf industriellen Zucker das Bewusstsein für einen ausgewogenen Lebensstil stark beeinflusst und ein wichtiger Grundstein ist.

Ein Beispiel: Wir hatten vor kurzem ein Gespräch mit Johannes Erzieherin aus dem Kindergarten über seine Entwicklung und sein Wohlbefinden. Dabei sprach ich an, dass es mir nicht gefällt, dass die Kinder bei jeder nur erdenklichen Gelegenheit (Geburtstage, Abschied einer Erzieherin, Ausflüge etc.) Süßigkeiten wie Gummibärchen oder Smarties bekämen. Mein Vorschlag war, dass man Kindern auch anders die Besonderheit des Ereignisses deutlich machen könne. Ich biss damit allerdings auf Granit. Die Antwort der Erzieherin war, dass dies seit 30 Jahren so gehandhabt würde und die Kinder traurig wären, wenn man jetzt daran etwas ändere. Ein schwaches Argument.  Dann fügte sie hinzu, dass ich mir aber umsonst Sorgen mache, da Johannes garnicht so scharf auf die Süßigkeiten sei und oft nach nur einem Gummibärchen schon genug hätte.
Woran liegt das? Er ist diesen starken Zuckergeschmack von industriellen Süßigkeiten einfach nicht gewohnt. Ihm schmeckt es zwar, aber eine kleine Menge reicht ihm vollkommen aus, um befriedigt zu sein. Ich bin überzeugt davon, dass dies an unserer Art des Umgangs mit Lebensmitteln liegt und er schon jetzt ein Gespür dafür bekommt, was ihm gut tut und was nicht. Ganz im Gegenteil zu der weit verbreiteten Ansicht, lechzt unser Sohn überhaupt nicht nach Süßkram, obwohl er diese in seinem Alltag von uns nur selten angeboten bekommt.

Ich finde es erstaunlich, wieviele Eltern sich bei diesem Thema angegriffen fühlen. Ich möchte niemanden bevormunden, finde es allerdings schade, dass es immer noch gang und gebe ist, Kinder mit Süßigkeiten zu belohnen, sie zu trösten oder ihnen damit eine Freude machen zu wollen. Freude machen kann man Kindern auf sehr viel bessere Art. Mit Zeit, Aufmerksamkeit und Zuneigung zum Beispiel. Mit Fantasie, Kreativität und Humor. Kinder brauchen keine Schokoriegel, um glücklich zu sein. Was im Umkehrschluss nicht heißt, dass sie NIE einen essen dürfen. Das nochmal dazu gesagt. Es geht, wie immer, um die Dosis und die Message, die dahinter steht.

Gesunde Alternativen anbieten - easy peasy und lecker

So, genug erzählt. Um den Kreis zu schließen kommt hier nun ein einfaches, schnelles Rezept für einen Nachmittagssnack, der eine exzellente Alternative zu Süßigkeiten aus dem Supermarktregal darstellt. Easy peasy Apfelkekse mit cremiger Erdnussbutter, getrockneten Datteln und gepufftem Amaranth. Das Topping kann man natürlich erweitern oder variieren. Nüsse, Mandeln oder Kokosraspeln passen auch toll dazu.

 


Rohe Apfelkekse mit cremiger Erdnussbutter

Zubereitung: 10 Minuten

Für 20-30 Apfelscheiben


Zutaten:

3 große Äpfel (z.B. Gala, Pink Lady oder Braeburn)
5 EL Erdnussbutter
2 EL gepuffter Amaranth
eine Handvoll Medjool-Datteln


  1. Die Äpfel waschen und den Strunk ausstechen
  2. Die Äpfel in hauchdünne Scheiben schneiden
  3. Die Erdnussbutter in einem Topf bei schwacher Hitze cremig rühren
  4. Die Datteln in kleine Stücke schneiden
  5. Einen Teller mit Apfelscheiben auslegen
  6. Mit Erdnussbutter bestreichen
  7. Mit einer weiteren Apfelschicht bedecken
  8. Wieder mit Erdnussbutter bestreichen
  9. Wenn alle Apfelscheiben aufgebraucht sind, mit Amaranth und Datteln garnieren
  10. Die rohen Apfelkekse sofort servieren und genießen

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