Warum ich vegane Wurst komisch finde…

21/06/2017

Vegane Wurst

Ein seltener Anblick auf diesem Bild: Johannes mampft veganes Fast Food auf dem Green Market Festival in Berlin. Der Tofustick sollte die Bratwurst ersetzen. Ketchup und Brötchen gab es ganz konventionell dazu. Gesund geht anders und vegane Ernährung macht auf diese Art und Weise für mich wenig Sinn. Johannes ging die ganze Zeit sowieso davon aus, er würde „normales“ Fleisch essen. Bis wir ihn aufklärten. Das hat mich zum Grübel gebracht…

Vegetarische und vegane Wurst ist nix für Kinder

Zu Hause kochen wir mittlerweile ausschließlich vegetarische und vegane Gerichte. Fleisch oder Fisch kennt Johannes aus dem Kindergarten und von seinen Großmüttern. Ich möchte ihn später frei entscheiden lassen, ob er tierische Produkte essen möchte oder nicht. Also erst dann, wenn er in der Lage ist, diese tierischen Produkte auch als solche zu identifizieren und zu verstehen, woher sie kommen und wie sie hergestellt werden.

Ich habe den Versuch bereits gewagt und Johannes erzählt, dass Wurst aus einem Tier gemacht wird und dass das Tier dafür sterben muss. Er hat mich daraufhin empört der Lüge bezichtigt. Für ihn ist das unvorstellbar, zu abstrakt und vermutlich auch zu bösartig.

Das ist für mich auch der Grund, weshalb ich weder echte Wurst NOCH vegetarische oder vegane Ersatzprodukte kaufe. Für erwachsene Vegetarier oder Veganer macht Pseudo-Fleisch vielleicht Sinn, wenn der Jieper mal zu groß wird. Kleine Kinder können den Unterschied hingegen noch nicht begreifen. Um Kinder an eine bewusste Ernährung heranzuführen und ihnen diese vorzuleben, sind Ersatzprodukte schlichtweg kontraproduktiv.

Wie soll ich so einem kleinen Mensch erklären, dass dies zwar wie Wurst schmeckt, aber keine echte Wurst ist, weil wir zu Hause keine echte Wurst essen und das aus einem Grund den dieser kleine Mensch ebenfalls noch nicht versteht?

Hinzu kommt, dass Ersatzprodukte stark industriell verarbeitet werden müssen. Man erkennt meist nicht auf den ersten Blick, woraus sie gemacht sind, sondern muss zuerst die lange Zutatenliste auf der Rückseite studieren. Mit Clean Eating hat das alles nichts zu tun.

Wenn man Kindern trotzdem einmal eine Alternative anbieten möchte, dann sollte man diese selbst zubereiten und die Kinder dabei mit einbeziehen. Ich habe zu Ostern zum Beispiel ein Rezept für vegane Tofu-Nuggets veröffentlicht. Da unverarbeiteter Natur-Tofu optisch und geschmacklich nicht an Fleisch erinnert, ist es für Kinder leichter nachzuvollziehen, dass es sich hierbei um ein vegetarisches Produkt handelt. Kinder beim Kochen zu integrieren, hilft ihnen, ein Gefühl für die einzelnen Nahrungsmittel zu bekommen und sich damit auseinanderzusetzen.

Mein Fazit: Für Erwachsene ist ein vegetarisches Bratwürstchen völlig ok. Für Kinder sind diese Ersatzprodukte meiner Meinung nach nicht geeignet.

Wie stehst du zu diesem Thema? Ich freue mich wie immer über Kommentare!

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