Mallorca mit Kindern

Mallorca mit Kindern – Meine große Insel-Liebe

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Nun sind wir schon wieder über eine Woche zu Hause in Berlin und noch immer zehren wir von der wundersamen Erholung unseres Traumurlaubs auf den Balearen. Zugegeben, Mallorca gehört nicht gerade zu den originellsten Ferienzielen und der (schlechte) Ruf der Insel als 17.Bundesland und Saufhochburg deutscher Kurzurlauber, die auf ihrem Junggesellenabschied nochmal richtig die Sau rauslassen wollen, reißt ebenfalls nicht ab. Doch genau aus diesem Grund möchte ich diesen Beitrag teilen, denn Mallorca ist so viel mehr als das.

Sturm und Drang auf Mallorca

Wir schreiben das Jahr 2006. Ich habe gerade mein Abitur bestanden und stehe vor der Frage, was nun „aus mir werden soll“. Eine wirklich befriedigende Antwort fällt mir zu diesem Zeitpunkt nicht so richtig ein. Also entscheide ich mich für das naheliegendste: Eskapismus. Ich suche mir im Internet (Ja, das gab es damals schon!) eine Stelle aus Au-Pair für ein neun Monate altes Mädchen auf Mallorca. Ich hatte überhaupt keine Erfahrung im Umgang mit Babys, aber meine jugendliche Naivität versicherte mir, dass das ja so schwer nicht sein kann. Ich arbeitete genau eine Woche als Au-Pair und merkte dann, dass diese Sache mit der Kinderbetreuung wohl doch nicht so ganz mein Ding ist. (Zu diesem Zeitpunkt nahm ich mir fest vor, NIEMALS eigene Kinder zu kriegen…ächäm). Da ich natürlich immer noch nicht wusste, was ich zu Hause in Deutschland mit meinem Leben anfangen wollte, ließ ich mich einfach von der Insel treiben und vertraute darauf, dass mir schon irgendetwas Gutes passieren würde. Eine Eigenschaft, die ich mit dem Erwachsenwerden fast verloren habe. Gerade bin ich dabei, sie mir wieder anzueignen – wenn auch in abgeschwächter Form. Dieses Urvertrauen ins Schicksal beschwerte mir kurzerhand einen Job als Stewardess auf einer Yacht sowie ein gemütliches Zimmer in einer multinationalen WG mitten im Herzen von Palma. Besser hätte es mich nicht treffen können und ich erlebte auf der Insel einen der intensivsten Sommer meines Lebens.

12 Jahre sind seitdem vergangen und meine Begeisterung für die Insel ist mit den Jahren immer größer geworden.  Denn obwohl ich schon unzählige Male zurückgekehrt bin, entdecke ich Mallorca immer wieder neu.

Fliegen mit Kind und Baby – Geht das gut?

David und ich sind schon immer sehr viel und gern zusammen verreist. Die Städtetrips sind zwar etwas seltener geworden, seit wir Eltern sind, aber auch unsere Kinder sollen so viel wie möglich von der Welt sehen und mit uns gemeinsam entdecken. Johannes ist mit seinen vier Jahren ein alteingesessener Travelbuddy und war mit uns bereits auf drei Kontinenten unterwegs. Was wir aber lernen mussten: Mit zwei Kindern zu verreisen ist dann doch nochmal eine ganze Nummer heftiger. Hier möchte ich dir ein paar Tipps geben, wie Du vorallem den Flug mit Kind und Baby so stressfrei wie möglich meisterst.

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Die Buchung

Da wir es beinahe vergessen haben, erwähne ich es als erstes – Dein Baby benötigt auch für EU-Flüge einen gültigen Reisepass mit Foto. Die Bearbeitungszeit dauert in der Regel einige Wochen, daher denkt unbedingt rechtzeitig daran!

Wir haben keinen extra Sitz für Jakob gebucht, sodass ich ihn während des Flugs auf dem Schoß halten bzw. in die Trage nehmen musste. Nicht sonderlich komfortabel, aber bei einem kurzen Flug wie nach Mallorca noch gut machbar. Auf längeren Flügen würden wir einen Sitzplatz dazu buchen. Außerdem gibt es häufig die Möglichkeit ein Baby-Hängebettchen zu bekommen, wenn man in der ersten Reihe sitzt. Am besten vor der Buchung bei der Airline anrufen und nachfragen.

Wir haben uns für einen Abflug um die Mittagszeit entschieden. So mussten wir morgens nicht groß hetzen und saßen genau zum Energietief beider Kinder sicher im Flieger. Jakob schlief sehr viel und Johannes beschäftigte sich als alter Flugprofi mit seinen mitgenommenen Spielsachen und Büchern.

Der Check-In

Für mich ist der Check-In inklusive der Sicherheitskontrolle eigentlich das stressigste am ganzen Flug. Wir hatten zwei Koffer zum Aufgeben sowie zwei Rollkoffer als Handgepäck dabei. Dazu noch zwei Autositze, einen Kinderwagen, die Wickeltasche und eine Laptop-Tasche. Mit zwei kleinen Kindern zu verreisen fühlt sich definitiv mehr nach Umzug als nach Urlaub an. Da wir mit einer Billig-Airline geflogen sind, konnten wir auch nicht wirklich auf bevorzugten Service hoffen, sondern mussten uns wie alle anderen in die lange Schlange am Schalter einreihen. Was mich am meisten nervte war, dass ich den schlafenden Jakob bei der Sicherheitskontrolle aus der Trage holen musste. Er wurde dabei natürlich wach und fand das alles andere als lustig. Aber gut, Sicherheit geht eben vor. In seinem neuen heißgeliebten Kinderwagen  – den Stokke Trailz – konnte ich ihn dann zum Glück schnell wieder „ruhig fahren“.

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Mallorca mit KindernDiesen konnten wir nämlich bis zum Gate mitnehmen. Halleluja! Wir hatten ihn erst wenige Tage vor dem Abflug von Stokke gestellt bekommen und schon jetzt hatte er sich mehrfach als unabdingbar erwiesen. So ein geniales Teil. Und da es mittlerweile unser 5. (!) Modell ist, weiß ich wirklich wovon ich spreche. Der Stokke Trailz sieht sehr hochwertig aus, ist äußerst stabil und fährt sich wirklich kinderleicht. Sehr zur Freude von Johannes, den wir in der Wartehalle grandios damit beschäftigen konnten, seinem kleinen Bruder einen ordentlichen Drehwurm zu verpassen.

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Am Flughafen wurde der Wagen auf Herz und Nieren von uns getestet, denn hier musste es vorallem schnell gehen und nicht selten hatten wir nur eine Hand frei, um ihn durch die Menschenmengen zu manövrieren. Überhaupt kein Thema mit diesem Wagen.  Am meisten überzeugt hat mich, dass er so super einfach zusammenzuklappen ist. Ich stelle mich dabei immer an wie der letzte Horst, aber beim Stokke Trailz schaffe sogar ich es in Rekordzeit. Drei Handgriffe unter 10 Sekunden. Endlich mal ein Kinderwagen, bei dem an alles gedacht wurde. Und das wirklich allerallercoolste, das vorallem meinen Mann in buchstäbliche Extase versetzt hat: Das PramPack! Eine Reisetasche für den Kinderwagen, der ihn sicher vor Beschädigungen schützt (und auch wenn wir sehr gern die Augen davor verschließen – besonders zimperlich geht das Flugpersonal ja nicht gerade mit den Habseligkeiten der Passagiere um, wenn es zum Ein- und Ausladen kommt.).

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Wir hatten bereits das „Vergnügen“, nach einem Flug einen kaputten Buggy am Gepäckband vorzufinden. Mit dem PramPack lassen sich solche Katastrophen ganz einfach vermeiden. Die Anleitung ist direkt auf die Tasche gedruckt und sehr leicht verständlich. Besonders praktisch sind die Rollen, mit denen man den eingepackten Wagen bequem zum Gate transportieren kann. Für diese tolle Erfindung ernteten wir viele neidvolle Blicke von mitreisenden Eltern. Ein Musthave für Vielfieger!

Was darf im Handgepäck nicht fehlen? 

Windeln, Windeln und nochmals Windeln. Ach ja, und eine dicke Packung Feuchttücher. Denn Jakob hat auf dem Rückflug sage und schreibe 5x die Hosen vollgemacht. Ich bin zum Wickeln nicht auf die enge Toilette gegangen, sondern habe meinen Sitzplatz als komfortabler empfunden. Außerdem war so eine Arbeitsteilung möglich: David und Johannes haben das Baby bespaßt, damit es stillhält und ich die Malheure im Akkord beseitigen konnte. Entspannt ist anders, ging aber alles.

Wichtig für den Druckausgleich sind Nuckis, etwas zu trinken oder  – wie unserem Fall – die Brust zum Dauerstillen. Jakob hing eigentlich die komplette Flugzeit an mir dran. Es ist übrigens gestattet, Wasser und Milch mit an Bord zu nehmen. Hier gilt die 100ml-Regelung nicht. Auch Babynahrung ist erlaubt.

Endlich da!

Nach der Landung wurden wir mit einem Shuttlebus zu unserer Autovermietung bugsiert und erhielten dort problemlos unsere Familienkutsche für die kommenden zwei Wochen. Ich würde immer ein Auto empfehlen, um so viel wie möglich von dieser fantastischen Insel entdecken zu können.

Nach circa 40 Minuten erreichten wir schließlich unser gebuchtes Feriendomizil. Dieser Moment ist für mich immer der Spannendste. Ob einem die Unterkunft gefällt und alles so ist, wie man es sich erhofft hat, entscheidet nicht selten über den weiteren Verlauf der ganzen Reise. Und was soll ich sagen – wir hatten diesmal absolut ins Schwarze getroffen! Eine traumhaft schöne, authentisch mallorquinische Finca mit riesigem Garten, Salzwasser-Pool und einem fantastischen Blick auf das Tramuntana-Gebirge.

Wir buchen nur selten Hotels, sondern setzen gern auf Selbstversorger-Unterkünfte, da ich einfach lieber selber koche und man so ein wenig näher an den Einheimischen und der Kultur dran ist. Wenn Du Dich für unsere Unterkunft interessierst, folge einfach diesem Link.

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Mit Kindern auf Mallorca

Es war unser dritter Urlaub mit Kindern auf Mallorca und so langsam wissen wir, welche Attraktionen sich lohnen und was man sich getrost schenken kann. Eine absolute Empfehlung ist für mich das wunderschöne Hafenstädtchen Soller. Ein Highlight ist schon die Fahrt dorthin. Man kann von Palma aus in die berühmte „Tren de Soller“ steigen – eine historische Schmalspurbahn, die auf dem Weg nach Soller den Blick auf Orangen- und Mandelbäumchen freilegt und 13 Tunnel passiert. Wem die Fahrtdauer von knapp einer Stunde mit zwei Kids zu lang ist, kann das Erlebnis etwas abkürzen und stattdessen mit dem Auto nach Soller zum Placa de Mercat fahren. Dort fährt eine ebenfalls historisch anmutende Straßenbahn zum Hafen „Port de Soller“. Die Fahrt dauert circa 15 Minuten und ist landschaftlich ebenfalls ein Erlebnis. An der Tramstation befindet sich übrigens auch ein hervorragender Eisladen namens „Sa Fabrica de Gelats“. Unbedingt reinschauen!

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Eine große Empfehlung ist auch das Aquarium in Palma. Es ist mit Abstand das schönste Aquarium, in dem ich je war und vorallem für Familien hält es einiges an Überraschungen bereit.

Das Aquarium lohnt sich bei weitem nicht nur bei Regenwetter, denn es bietet einen riesigen Außenbereich mit Wasserspielplatz, Hüpfburgen, Dschungelpfaden mit Wasserfällen und sogar einer Station, an der man mit Stachelrochen tauchen oder schnorcheln kann. Ein unvergessliches Erlebnis für Johannes, der sich tatsächlich zu den Rochen ins Wasser traute.

Wir haben längst nicht alle Aktivitäten mitnehmen können, sodass wir bei unserem nächsten Aufenthalt auf Mallorca definitiv wiederkommen werden.

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Mallorca, deine Strände

Unsere Finca lag im Nordosten von Mallorca und so war der wunderschöne Strand bei Alcudia namens Platja de Muro nicht weit entfernt. Während Jakob in seinem Kinderwagen und von den Wellen berauscht vor sich hindöste, konnte ich mich voll und ganz meinem Großen widmen und mit ihm Wasserfußball spielen.

Mein absoluter Lieblingsstrand ist allerdings der Es Trenc. Eine ganze Stunde Fahrt nahmen wir auf uns, um ins türkisblaue Wasser hüpfen zu können. Karibikfeeling pur! Leider ist Es Trenc mittlerweile kein Geheimtip mehr und so wird es dort gegen Mittag recht voll. Zum Glück sind wir durch die Kinder zu absoluten Frühaufsteher avanciert und lagen bereits um 9 Uhr am menschenleeren Sandstrand. Einfach perfekt!

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Mallorca mit KindernTourismus-Fallen, die DU Dir sparen kannst

Auf Mallorca gibt es natürlich allerhand Attraktionen für Urlauber, doch nicht wenige davon sind einfach die reinste Abzocke. Meiner Meinung nach kann man sich allen voran das „Aqualand“ in El Arenal sowie den „Katmandu Park“ in Magaluf sparen. Beides völlig überteuert und der Service und die Qualität lassen extrem zu wünschen übrig. Spart das Geld und die Zeit und macht lieber einen schönen Ausflug in die Altstadt von Alcudia, geht spazieren im Naturschutzgebiet S’Albufera oder lasst euch von der berühmten Kathedrale La Seu in Palma beeindrucken. Mallorca ist so bunt und so vielseitig, dass ein Besuch bei weitem nicht ausreicht. Wir kommen ganz bald wieder, geliebte Insel.

2 Comments

  1. Hallo, wie heißt die Unterkunft wo ihr wart? Der Link geht nur zur Airbnb und nicht zur bestimmte Ferienwohnung. Danke!

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