Veganer Streuselkuchen vom Blech mit Sauerkirschen und Marzipan

Streuselkuchen vom Blech mit Sauerkirschen

Dieser vegane Streuselkuchen vom Blech hat es in sich. Er steckt voller guter Zutaten wie selbst gemachtem Marzipan, Mandelmehl und Bio-Sauerkirschen*. Ich habe die Hälfte an unsere Nachbarn verschenkt und sie waren begeistert. Dass der Kuchen vegan ist, wollten sie mir erst nicht glauben.

Weitere vegane Köstlichkeiten auf meinem Blog findest Du hier!

Es ist kühl geworden, die Blätter fallen von den Bäumen und ein frischer Wind bläst einem ums Näschen. Der Herbst hat uns nun doch erreicht. Spät in diesem Jahr und auch etwas unerwartet, nachdem die Temperaturanzeige vor wenigen Tagen noch 30 Grad in Berlin anzeigte. Gemeinheit!

Aber irgendwie ist es bei mir auch Jahr für Jahr das gleiche Dilemma. Egal wann er kommt, irgendwie bin ich auf diesen Jahreszeitenwechsel nie so richtig vorbereitet. Meine dicken Pullis und Woll-Cardigans liegen noch im Keller. Ich wollte einfach nicht wahrhaben, dass dieser Jahrhundertsommer irgendwann ein Ende nehmen muss. Und nun friere ich vor mich hin in meiner viel zu dünnen Übergangsjacke. Eine der sinnlosesten Erfindungen überhaupt, oder? Welcher Übergang? Es ist entweder zu warm oder zu kalt für diese Dinger.

Du merkst schon, ich bin eher so der Sonnenmensch. Doch zum Glück bin ich auch Optimist mit halbvollem Glas und sehe deshalb nicht nur mit Wehmut sondern auch mit Vorfreude auf die kommenden Tage und Wochen. Wir werden es uns zu Hause richtig schön gemütlich machen mit Gesellschaftsspielen, Büchern, Familienkuscheln und natürlich reichlich Küchenzauber.

Den ersten Regentag haben Johannes und ich schon einmal genutzt, um diesen unfassbar leckeren Streuselkuchen mit Mandelmehl und Sauerkirschen zu backen. Er ist komplett vegan und mit selbst gemachten Marzipan verfeinert. Das Rezept dafür findest Du hier. Es klappt natürlich auch mit einem gekauften Produkt, falls Du etwas Zeit sparen möchtest.

Was ist Mandelmehl und wie kann man es verwenden?

Mandelmehl wird oft mit den geläufigen gemahlenen Mandeln verwechselt. Dabei handelt es sich um zwei völlig unterschiedliche Produkte. Gemahlene Mandeln kann man prima selber machen, in dem man ganze Mandeln einfach in einen Hochleistungsmixer wirft und zerkleinert. Gemahlene Mandeln sind sehr fettreich und verhalten sich dadurch beim Backen gänzlich anders, als das eigentliche Mandelmehl.

Mandelmehl

Mandelmehl entsteht bei der Herstellung von Mandelöl als sogenannter Presskuchen – als Nebenprodukt quasi. Dieses Mehl ist sehr fein, riecht angenehm nach Marzipan und schmeckt leicht süßlich. Es ist sehr protein- und ballaststoffreich sowie glutenfrei, wodurch es besonders gern in der Low Carb und der glutenfreien Küche eingesetzt wird. Außerdem enthält es die Vitamine A und E sowie fast alle B-Vitamine und wertvolle Mineralstoffe wie Kalzium und Magnesium. Durch seine eigene Süße kann man beim Backen den Zuckeranteil herunterschrauben, was mir immer sehr entgegenkommt.

Auf dem Markt findet ihr meist drei Sorten von Mandelmehl: Entölt, teilentölt oder nicht entölt. Entöltes Mandelmehl hat einen ungefähren Fettanteil von 10% und ist sehr trocken. Ich habe bei diesem Rezept teilentöltes Mandelmehl gewählt. Der Fettanteil liegt bei 13%. Nicht entöltes Mandelmehl gibt es eigentlich nicht. Es handelt sich hierbei um ganz normale gemahlene Mandeln mit einem Fettanteil von 50%. Diese Umschreibung ist lediglich ein Trick der klugen Marketingköpfe.

Ich verwende das Bio-Mandelmehl von Borchers, dass Du hier bestellen kannst.*

Wenn Du mit Mandelmehl backen möchtest, musst Du beachten, dass dieses Mehl sehr viel Flüssigkeit zieht und es kein Gluten enthält. Sprich, es fehlt das Klebereiweiß, das den Kuchen zusammenhält. Ich empfehle, herkömmliches Mehl nicht komplett durch Mandelmehl zu ersetzen, da der Teig dadurch enorm trocken und bröselig wird. Ein guter Richtwert ist 20 Prozent des Mehlanteils durch Mandelmehl zu ersetzen. Es gibt aber durchaus Rezepte für komplett glutenfreies Gebäck mit Mandelmehl. Noch habe ich mich herangewagt, aber vielleicht probiere ich es für den Blog demnächst mal aus.

Veganer Streuselkuchen vom Blech mit Sauerkirschen

Veganer Streuselkuchen vom Blech mit Sauerkirschen und Marzipan Veganer Streuselkuchen vom Blech mit Sauerkirschen und Marzipan

Veganer Streuselkuchen vom Blech mit Sauerkirschen und Marzipan

Zutaten

Für den Teig:

  • 400 g Dinkelmehl (Type 1050)
  • 100 g Mandelmehl (bio, teilentölt)
  • 150 g Kokosblütenzucker
  • 1 abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone
  • 1 Packung Weinsteinbackpulver
  • 1 Mark einer Vanilleschote
  • 1 Prise Salz
  • 60 ml Mineralwasser
  • 300 ml Orangensaft
  • 100 ml Rapsöl

Für die Streusel:

  • 120 g Mandelmehl
  • 150 g vegane Butter, zimmerwarm
  • 70 g Kokosblütenzucker
  • 1 Prise Salz
  • 1/2 TL Zimt

Außerdem:

  • 500 g Sauerkirschen (Abtropfgewicht)
  • 60 g Mandelblättchen
  • 100 g Marzipan

SO GEHT'S

  1. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen.

  2. Ein Backblech mit Backpapier auslegen oder gut einfetten.

  3. Alle trockenen Zutaten für den Teig in einer Schüssel vermengen.

  4. Die feuchten Zutaten hinzufügen und zu einem Teig vermengen. 

  5. Den Teig auf dem Backblech ausstreichen und die Sauerkirschen darauf verteilen. 

  6. Das Marzipan zerkrümeln und über die Kirschen geben.

  7. Für die Streusel alle Zutaten mit den Händen vermengen und über den Kuchen geben.

  8. Zum Schluss mit Mandelblättchen bestreuen und im Ofen für circa 30-35 Minuten backen. Wenn Dir die Mandelblättchen zu dunkel werden, decke den Kuchen mit Alufolie ab. 

Hast Du schon einmal Kokosmehl ausprobiert? Hier habe ich ein leckeres Waffelrezept für dich!

Veganer Streuselkuchen vom Blech mit Sauerkirschen und Marzipan

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