Yoga für Kinder

Yoga für Kinder – Interview und Buchverlosung

Es gibt so unsagbar großartige Frauen und Mütter auf diesem Planeten und eine davon, möchte ich euch heute im Interview vorstellen.

Andrea „Rocky“ Helten war für mich wie eine Ziehmutter, als ich vor knapp 11 Jahren als Praktikantin beim Musiksender VIVA meine berufliche Laufbahn startete. Wir haben uns nie aus den Augen verloren und stets verfolgt, was der jeweils andere gerade so trieb. Lustigerweise verbindet uns seitdem immer mehr – auf unterschiedlichen Ebenen. Wir sind beide Mütter, haben uns aus der Musikbranche verabschiedet und uns ungefähr zeitgleich selbstständig gemacht. Beide wurden wir durch unsere Kinder inspiriert und haben uns durch sie und mit ihnen beruflich neu erfunden.

Yoga für Kinder – Für mehr Selbstvertrauen und eine starke Eltern-Kind-Bindung

Rocky ist als Yoga-Lehrerin in Berlin bekannt und gibt liebevoll konzipierte Kurse und Workshops insbesondere für Kinder und Eltern. Kurz nach der Geburt von Jakob, haben Johannes und David einen von Rockys Eltern-Kind-Workshops besucht. Ich dachte, es wäre eine schöne Gelegenheit, das lebensverändernde Ereignis gemeinsam etwas zu verarbeiten und sich im geschützten Rahmen als Papa und Sohn noch näher zu kommen. Die beiden kamen sehr beseelt davon zurück. Seitdem integrieren wir einige der erlernten Übungen in unseren Alltag. Sie helfen uns dabei, im Stress mal etwas die Luft rauszulassen und uns in Achtsamkeit zu üben.

Über ihre Berufung hat Rocky nun ein fantastisches Buch geschrieben: „Yoga für Dich und Dein Kind“ (erschienen im riva Verlag) hebt sich deutlich von den meisten anderen Yogabüchern, die ich so kenne ab. Es ist undogmatisch und authentisch geschrieben und lädt durch tolle Fotos und wunderschön verfasste Texte dazu ein, sich mit seinen Kindern auf die Matte zu begeben und loszulegen.

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Yoga für Kinder

Ich durfte Rocky einige Fragen zu ihrem Buch und ihrem Beruf stellen:

Ich – der absolute Yoga-Newbie – habe durch dein Buch viel über die Philosophie von Yoga erfahren und dass es dabei um so viel mehr geht, als sich cool auf der Matte zu verrenken (good News!). Was genau bedeutet Yoga für dich persönlich?

Das ist aber schön zu hören! Tatsächlich hat sich der Fokus beim Yoga im Laufe der Jahre für mich sehr gewandelt. Das ist ein Prozess, den wahrscheinlich viele erleben, die länger Yoga praktizieren. Am Anfang, d.h. vor 12 Jahren, war es eher der körperliche Aspekt, der mich auf die Matte lockte. Genauer: Ich wollte dehnbarer werden und mich so gut für die anstehende Geburt vorbereiten. Dann begann ich neben dem Üben auf der Matte damit, alte Texte zu lesen… Mittlerweile ist Yoga für mich etwas, dass über die Matte hinaus täglich mitschwingt: In dem, wie wir aus dem Herzen sprechen, wie wir miteinander umgehen. Wie wir Selbstfürsorge betreiben. Und natürlich ist Yoga auch weiterhin körperlich erfahrbar. In unserem Wohnzimmer hat meine Matte ihren festen Platz: So gehe ich zwischendurch immer wieder in die Katze oder den Hund, fließe mit geschlossenen Augen durch eine Sequenz oder meditiere kurz. Seit kurzem unterrichte ich Nachbarinnen und Freundinnen einmal wöchentlich auch bei uns zuhause. Das ist toll, weil Yoga so noch mehr in unserem Heim stattfindet.

Wie bist du zum Yoga gekommen und seit wann arbeitest du als Yogalehrerin für Kinder?

Die ersten Klassen waren Pre- und Postnatal-Kurse bei Spirit Yoga. Ich wollte die Schwangerschaft endlich dazu nutzen, etwas „für mich“ zu tun. Als Lilly größer wurde, gesellte sie sich immer öfter zu mir auf die Matte. Das fand ich anfangs eher störend, denn ich wollte gern auch ein wenig Zeit für mich nutzen. Schließlich ist die Zeit als junge Mutter eh sehr rar…. Doch Lilly machte einfach die Übungen mit, und so übten wir halt zu zweit. Seit 2012 unterrichte ich Kinder. Die ersten Kids waren Lillys Kindergartenfreunde.

Was ist die größte Herausforderung bei deinen Kursen für Kinder?

Zu Beginn hat sicher jeder, der mit dem Unterrichten von Kinderyoga beginnt, Sorge, dass Kinder das sorgsam ausgearbeitete Stundenbild „stören“. Was tun, wenn ein Kind die Gruppe „sprengt“? – Das ist eine oft gestellte Frage zu Beginn. Je mehr man sich vom eigenen „Ideal“ löst und schaut, was die Kinder wirklich wollen (und brauchen), desto reibungsloser klappt der Unterricht. Bei den Eltern-Kind-Yoga-Workshops muss ich als Leiter stets schauen, wie die verschiedenen Bedürfnisse, bedingt durch die unterschiedlichen Altersgruppen der Kinder, bestmöglich befriedigt werden. Auch der Wechsel zwischen meinen Anleitungen und freier Zeit für Mama/Papa und Kind sowie bewegte Übungen und ruhigen Phasen muss gut dosiert werden. Aber das macht viel Spaß – je mehr, desto erfahrener ich werde!

Yoga für Kinder

Was kann Yoga bei Kindern bewirken? Wie kann man es sinnvoll einsetzen?

Ich höre oft von den Kindern, dass sie nach dem Yogaunterricht entspannter sind. Besser atmen können. Viele Kinder haben bereits in jungen Jahren mit Nacken-, Kopf- und Rückenschmerzen zu tun. Das lange Sitzen in der Schule und Bewegungsarmut sorgen für Verspannungen. Hier können wir auch mit Yoga ansetzen. In den Kursen der Schulkinder sind Übungen zur Lockerung und Kräftigung von Schultern, Nacken und Rückenmuskulatur ein fester Bestandteil. Die Übungen haben lustige Namen, wie z.B. Fidget-Spinner (was dem sogenannten Sufi-Kreisen entspricht), so dass alles sehr spielerisch ist.

Wie kann Yoga dabei helfen, die Beziehung von Kindern und Eltern zu stärken?

Eltern-Kind-Yoga wirkt wohltuend und auf mehreren Ebenen. Erst einmal wird die Zeit zu zweit – ohne Ablenkung durch Handy oder Geschwisterkinder – von Elternteil und Kind als sehr intensiv wahrgenommen. Wir erleben uns auf Augenhöhe und können gemeinsam kreativ sein: Wir erfinden gemeinsam Abenteuer und Yoga-Partner-Übungen in einer sehr entspannten Atmosphäre abseits des Alltags. Zusätzlich berühren wir uns. Dieser Aspekt kommt tatsächlich im Alltag und mit zunehmendem Alter des Kindes zu kurz. Während Babies unentwegt getragen und berührt werden, sieht der körperliche Kontakt bei z.B. einem neunjährigen Jungen schon anders aus. Gerade auch Jungs genießen die gemeinsame Verbindung beim Eltern-Kind-Yoga – und auch die Massage. Sich gemeinsam auf der Matte zu begegnen, stärkt ebenfalls die Resilienz. Wir üben gemeinsam Asanas für mehr Standfestigkeit und nehmen diese auch mit in den Alltag, auf den Schulhof und letzten Endes auch in ein Erwachsenen-Leben mit.

Yoga für Kinder

Was genau hat dich dazu bewegt, ein Buch über Kinder-Yoga zu schreiben?

Ich habe so viele Ideen über die Jahre gesammelt und gleichzeitig gemerkt, dass sie sich wunderbar in ein Baukasten-Prinzip „Loslassen, Verbinden, Stärken“ übertragen lassen. Gleichzeitig wollte ich Eltern und Kinder ermutigen, gemeinsam zu yogieren und den Nutzen für beide zu erleben. Denn Yoga kann individuell an jegliche Bedürfnisse angepasst werden. Ihr habt nur zwanzig Minuten gemeinsame Zeit und seid ziemlich erschöpft? Dann versucht die „Luftmatratzenatmung“ und „Himbeer-Eis mit Topping“!

Du hast eine bezaubernde Tochter, die in deinem Buch gemeinsam mit dir die meisten Yoga-Übungen demonstriert. Welche Rolle spielt Yoga in eurem Familienalltag?

Dadurch, dass die Matte im Wohnzimmer liegt, ich ziemlich viel Equipment habe und häufig Stunden vorbereite und nun auch ein feetup (Kopfstandhocker) bei uns eingezogen ist, ist Yoga tatsächlich sehr präsent. Es gab und gibt immer auch Phasen, in denen Lilly von Yoga genervt ist und andere Dinge präsenter sind. Momentan steht sie auf Modern Dance, das ist ihr Ding. Aber AcroYoga findet sie wieder spannend, und wir haben kürzlich einen Workshop gemeinsam belegt. Und erst gestern sagte sie zu mir, wie gut ihr es tut, einmal kurz ganz ruhig mit geschlossenen Augen zu sitzen und zu meditieren. Das freut mich natürlich – weil sie dadurch mehr zu sich findet. Lilly gibt mir auch viele Anregungen für die Vorbereitung von Kinderyoga-Stunden. Oftmals verwandeln wir auch aktuelle Filme in Yogageschichten.

Muss man selbst fit sein im Yoga, um die Übungen aus deinem Buch mit seinen Kindern durchführen zu können?

Nein, man muss nur Spaß am Ausprobieren haben!

Braucht man zu Hause ein bestimmtes Equipment, um loszulegen?

Gut wäre eine Matte oder ein rutschfreier Teppich. Und einen Raum, in dem ihr euch für eure gemeinsame Praxis ungestört zurückziehen könnt. Also das Handy ausschalten, und auch die Geschwisterkinder für die Zeit lieber von jemandem betreuen lassen.

Vielen lieben Dank, Rocky für dieses schöne Interview! Johannes und David waren ja bereits einmal bei einem Deiner Workshop und sind ganz beseelt davon heimgekehrt.

Gewinnspiel

Und jetzt hast Du die Chance 1 von 3 „Yoga für dich und dein Kind“- Bücher zu ergattern!

Alles, was Du dafür tun musst, ist ein Kommentar zu hinterlassen und zu schreiben, warum Du das Buch unbedingt gewinnen möchtest.

Du kannst deine Chancen erhöhen, wenn Du mir auf Instagram folgst und unter DIESEM BILD ebenfalls kommentierst. Viel Glück!

Die Verlosung endet am 4.April um 23.59 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind alle Personen ab 18 Jahren aus Deutschland.

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